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Veranstaltungstermine

Das St. Johannis-Kloster ist ein großartiger Ort für Konzerte, Lesungen und künstlerische Aktionen. Auch private Veranstaltungen in Kirche und Remter sind möglich. Anfragen für Konzerte, Veranstaltungen und Vermietungen:  Geschäftsführerin Juliane Eben

BildTitelWann
Titel: Postmeier-Salon

17:00 Uhr im Remter.

 

Wann: 22. März 2026
Titel: Norddeutschen Solo Gambenmusik – Jemma Thrussell

19:00 Uhr im Remter

Abendkasse 15 Euro, ermäßigter 10 Euro

Trotz der offensichtlichen virtuosen Fähigkeiten des Instruments Viola da Gamba für deutsche Komponisten wie J.S. Bach und Carl Friederich Abel, wurde der Bedeutung der Fülle des reinen Solorepertoires für die Viola da Gamba von norddeutschen Komponisten des Barocks wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Mit der jüngsten Entdeckung der zwölf Solo Fantasien für Gambe von Georg Telemann hat man begonnen, diesen Werken mehr Aufmerksamkeit zu schenken. In diesem Sinne möchte dieses Programm die wunderbare Musik, die von vielen verschiedenen Komponisten aus Norddeutschland in der Barockzeit hinterlassen wurde, feiern und präsentieren. Die Gambistin Jemma Thrussell wird dieses intime und inspirierende Programm auf einem Originalinstrument aus dem 18. Jahrhundert spielen, das 1733 von Johann Georg Mohte in Schweden gebaut wurde. Vielen Dank an den Besitzer dieses wunderbaren Instruments.

Biografie

Nach ihrem Studium in ihrer Heimat Australien, wo sie am Sydney Conservatorium of Music Barockcello bei Dr. Daniel Yeadon studierte und ihren Master of Music (Performance) absolvierte, führte ihr Weg nach Deutschland. An der Hochschule für Künste Bremen vertiefte sie zu Beginn ihres Aufenthalts ihre Studien auf dem Barockcello bei Viola de Hoog. In der Folge schloss sie von 2020 bis 2023 ein Masterstudium in Alter Musik ab, in dessen Rahmen sie sich bei Professorin Hille Perl auf die Viola da Gamba spezialisierte. Parallel dazu verfeinerte sie ihre künstlerische Ausdruckskraft im Gesang bei Bettina Pahn sowie im Cembalospiel bei Edoardo Bellotti und Beate Röllecke. Wichtige künstlerische Impulse erhielt sie zudem in Meisterklassen bei renommierten Ensembles und Musikern wie Tafelmusik (Kanada), der Academy of Ancient Music (UK), Fretwork (UK) sowie Midori Seiler (DE) und Shunske Sato (NL).

Nachdem sie von 2023 bis 2024 als Research Fellow an der HFK Bremen tätig war, widmet sie sich dort seit 2025 ihrem Promotionsstudium. Betreut von Prof. Dr. Florian Edler und Prof. Dr. Christian Leitmeir (University of Oxford), erforscht sie die Anwendbarkeit Johannes Keplers kosmologischer Musiktheorie für die historische Aufführungspraxis.

Jemma ist eine vielseitige Kammermusikerin und Solistin auf dem Cello, der Viola da Gamba und dem Violone. Jemma Thrussell konzertierte bereits mit bedeutenden Persönlichkeiten der Alten Musik wie Dame Emma Kirkby, Hille Perl und Paul Agnew sowie mit zahlreichen europäischen Ensembles, darunter das Göttinger Barockorchester, das Norddeutsche Barock-Collegium, das Bremen Barock Consort, das Saltarello Ensemble, Ensemble Filum, Opus 7, das Barockorchester Hamburg, Ensemble 158.

Jemma ist ständiges Mitglied im Concertino Schleswig-Holstein, wo sie seit drei Jahren auch Pardessus de Viole spielt. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Verbindung von Musikwissenschaft mit künstlerischer Forschung. So präsentierte sie im September 2024 ihr Lecture-Recital-Projekt „Alchemy of Power“ im Rahmender Performing in Artistic Research Summer School bei der Venedig Biennale.

Zu ihren weiteren Projekten zählt das Solo-Programm „EINSAM“, das durch Mittel der HFK Bremen gefördert wurde. Am 10. Mai 2026 präsentiert sie im Rahmen ihrer Promotion das Symposium „Alchemy of Power“ im Konzertsaal der HFK Bremen, bei dem ihr Ensemble Consort Curiosus gemeinsam mit Prof. Dr. Leitmeir die musikalische Welt des Rudolfinischen Hofes beleuchtet.

Ihre akademische Arbeit präsentiert Jemma regelmäßig auf internationalen Fachkonferenzen. Ihre Vorträge führten sie von Sydney (2017/2019) über die University of Surrey (2022) bis hin zur Akademie für Musik in Posen (April 2024). Im November 2024 stellte sie ihre Forschung zur Geschichte und Praxis der Selbstbegleitung auf der Viola da Gamba sowohl bei der National Conference der Musicological Society of Australia als auch bei der italienischen Gesellschaft für Musikwissenschaft (SIdM) am Konservatorium „G. Verdi“ in Mailand vor. Aktuell bereitet sie auf Grundlage dieser Beiträge eine Publikation für die SIdM vor. Ihre Laufbahn wurde durch zahlreiche Stipendien gewürdigt, darunter das Corinna D'Hage Mayer String Scholarship (2016 – 2019), das Albert Scholarship (2020) sowie Förderungen des DAAD.

Jemma Thrussell ist auf verschiedenen Einspielungen zu hören, darunter als Continuo-Cellistin mit dem Ensemble dal Barocco sowie als Violonistin in der Aufnahme „Michael Praetorius: Polyhymnia exercitatrix“ mit dem Ensemble La Protezione della Musica.

 

Wann: 16. April 2026
Titel: Zeitversetzt

17:00 Uhr in der Klosterkirche

Lassen Sie sich vom A-Capella-Vokalensemble globalvocal mit seinem neuen Programm in nähere wie entlegenere Orte und Zeiten der Welt versetzen. Das Ensemble führt Sie eine gute Stunde lang von einem der ältesten bekannten Kanons aus dem 13. Jahrhundert über Osteuropa, die Mittelmeerregion, amerikanische Traditionals und deutsche Lieder bis in die klassische Moderne. Wie immer wird das Publikum zur Freude aller Beteiligten bei einzelnen Stücken zum Mitsingen eingeladen.

Die Künstler freuen sich über eine angemessene Spende.

Wann: 26. April 2026
Titel: Freylekh zol zayn

17:00 Uhr in der Klosterkirche

Mit dem GofenbergChor aus Berlin kommt ein Chor nach Schleswig, der seit mehr als 20 Jahren das Publikum mit Liedern in jiddischer und hebräischer Sprache begeistert. Das jiddische Motto „Freylekh zol zayn“ bringt schon zum Ausdruck, dass die Lieder, die in diesem Konzert gesungen werden und ihren Ursprung zumeist im osteuropäischen „Shtetl“ haben, mitreißend sind und eine fröhliche Stimmung verbreiten. Aber es gibt auch die andere Seite: Melancholische und traurige Lieder, die die Lebenswelt der zumeist armen Juden in Osteuropa widerspiegeln. Seit einigen Jahren gehören auch Lieder in hebräischer Sprache zum Repertoire des Chors.

Gegründet wurde der Chor von Josif Gofenberg, einem jüdischen Musiker aus Czernowitz, der den Chor bis zu seinem Tod vor vier Jahren mit dem Akkordeon begleitete. Er prägte auch den Satz, der heute als Überschrift über jedem Konzert stehen könnte: „Der Seele eine Stimme geben“.

Nach dem Tod von Josif Gofenberg hat Konstantin Nazarov den Chor übernommen und begleitet ihn, mit vielen eigenen Arrangements, nunmehr am Klavier.

Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden gebeten.

Wann: 02. Mai 2026
Titel: folkBaltica

Baltic Sisters – Synnøve Brøndbo Plassen & Michał Żak, 15:00 Uhr in der Klosterkirche

Ein Nachmittagskonzert mit starken Stimmen aus den baltischen Ländern und Norwegen, begleitet von einem polnischen Musiker, der virtuos viele verschiedene Instrumente bespielt.

Baltic Sisters (EST, LT, LV)

  • Laurita Peleniūtė: Gesang
  • Vineta Romāne: Gesang
  • Marion Selgall: Gesang
  • Liene Skrebinska: Gesang 

Die Baltic Sisters sind ein grenzüberschreitendes Folk-Ensemble mit vier Sängerinnen aus allen drei baltischen Staaten: Estland, Lettland und Litauen. Die Musikerinnen haben sich zufällig bei einem Folkmusikfestival in Lissabon getroffen. Sofort fanden sie zusammen in ihrer geteilten Leidenschaft für „Sutartinės“, litauische mehrstimmige Lieder.
Auf ihrem Debütalbum „Värav/ Vārti / Vartai“ („Das Eingangstor“) sind lettische, litauische und estnische Volkslieder zu hören, sowohl einzeln als auch ineinander verwoben. „Unser erstes Album ist wie ein Portal in das Reich der traditionellen baltischen Volkslieder. Und zwar so, wie diese Songs in unserer Interpretation klingen. Wir lernten die Songs der jeweils anderen kennen und haben sie uns dann zu eigen gemacht“, erzählt Liene Skrebiska.

„Wir repräsentieren drei Staaten an der Ostsee. Wir sind sehr unterschiedlich, haben aber noch mehr gemeinsam: Eine gemeinsame historische Vergangenheit, eine gemeinsam erkämpfte Freiheit und einen gemeinsamen Lebensraum am Meer. Wir haben reiche Kulturen und alte Sprachen. Wenn wir uns mit den alten Volksliedern beschäftigen, finden wir noch mehr Ähnlichkeiten und entdecken, was unser baltisches Erbe wirklich ausmacht“, schreiben die vier Musikerinnen.

Synnøve Brøndbo Plassen (NO) & Michał Żak (PL)

  • Synnøve Brøndbo Plassen: Gesang
  • Michał Żak: Flöte, Klarinette, Holzblasinstrumente

Synnøve Brøndbo Plassen und Michał Żak sind Erben der musikalischen Traditionen ihrer Heimatländer. Sie haben Repertoire und Aufführungspraktiken ihrer Vorfahren übernommen und sich 2024 gemeinsam auf neue musikalische Wege aufgemacht. Synnøve ist Experting für traditionelle norwegische Gesangsstile, Michał ist Virtuose auf Flöte, Klarinette, Saxophon und traditionellen Holzblasinstrumenten. Die beiden verbinden Improvisation mit alten Melodien, die sie in jahrelanger Zusammenarbeit mit Künstler:innen in ländlichen Regionen kennengelernt haben. Ihr Duo schafft freie, ausdrucksvolle Kompositionen: Das Ergebnis sind reiche klangliche Texturen, in die man versinken kann. Hirtenlieder, Hochzeits- und Begräbnismusik aus Polen und Norwegen – all das gibt es zu hören bei ihren Auftritten. Und das Beste daran: Die Musik überwindet geografische Grenzen. Plassen und Żak sind Reisende, die Melodien über Instrumente, Stimmen und Kulturen hinweg transportieren, ganz wie es ihre Vorfahren einst taten.
Beide Musiker:innen waren schon zu Gast bei folkBALTICA. Wir freuen uns außerordentlich, sie 2026 zusammen auf der Bühne zu erleben!

Karten an den üblichen Vorverkaufsstellen
22 Euro VVK, 25 Euro Abendkasse

 

Wann: 10. Mai 2026
Titel: Volker Masuhr – Auf dem Jakobsweg

Bildvortrag | Lesung | Buchpräsentation 

19:00 Uhr im Remter

Stell dir vor, du bist noch nie mehr als 10 Kilometer am Stück zu Fuß gegangen und hast dir nun vorgenommen, eine Strecke von 800 Kilometern mit einem Rucksack zu bewältigen.

Der Autor dieses Buches nimmt dich mit auf seine Reise. Mit Witz und Tiefgang erzählt er unterhaltsam von seiner Vorbereitung, den Herausforderungen, Pleiten und Höhepunkten auf seiner ersten langen Wanderschaft quer durch Nordspanien. Sein Lohn: Überwältigende Landschaften, ungewöhnliche Begegnungen und Erkenntnisse über das Leben und sich selbst.

„Der zweite Rucksack“ vereint Abenteuer, Persönlichkeitsentwicklung und Tipps zu einer inspirierenden Erlebnisschilderung auf der legendären Pilgerroute des Camino Francés. Das Buch ermöglicht tiefe Einblicke in die Erlebniswelt des Jakobsweges.

Du schaust dem Autor auf seiner äußeren und inneren Reise direkt über die Schulter. Der Weg führt ihn durch die unwegsamen Bergregionen Spaniens an die entlegensten Orte auf dem Weg zum Ziel – Santiago de Compostela.

Dieses Buch lädt ein, die Reise mitzugehen und dabei den eigenen Weg zu entdecken.

 

Wann: 19. Juni 2026
Titel: Johannistag im Kloster

Zum Johannistag, dem Namenstag des Klosterpatrons, öffnet der Freundeskreis auch die üblicherweise verschlossenen Türen des Klosters. 

Öffnungszeit: 14:00 – 17:00 Uhr

Führungen: 14:00 Uhr und 16:00 Uhr – Treffpunkt ist die Klosterkirche.

Im Bibelzentrum gegenüber gibt es Kaffee und Kuchen.

Wir freuen uns auf Sie!

Wann: 28. Juni 2026
Titel: DÄNISCH-DEUTSCHE FREUNDSCHAFT

Pierre Prowo und Georg Philipp Telemann, 12:00 Uhr im Remter

Elke Holm – Blockflöten
Jemma Thrussell – Pardessus de Viole und Viola da Gamba
Thomas Rink – Blockflöte und Barockfagott
Gero Parmentier – Erzlaute

Nils Lennart Saß – Lesungen

Pierre Prowo war Komponist und Kirchenmusiker in Altona, das seit 1640 zum dänischen Gesamtstaat gehörte. Aus seinen 12 wunderschönen Triosonaten für zwei Blockflöten und Basso continuo haben wir schon mehrfach die Nummer 3 vorgestellt, jetzt soll die 2. Sonate erklingen.

Darüber hinaus wollen wir sein viersätziges Trio für Blockflöte, Viola da Gamba und Generalbass interpretieren. Direkten Kontakt hatten Telemann und Prowo auf jeden Fall durch dessen Mitwirkung bei der Aufführung vom Opern-Pasticcio Der Jahr-Marckt von St. Germain zu Paris, Hamburg 1738 und außerdem hat Prowo zahlreiche Werke seines Hamburger Kollegen kopiert. Kein anderer Komponist in Deutschland hat so viele Werke für die kleinste Viola da Gamba, den Dessus de Viole (die Diskantgambe), komponiert wie eben Georg Philipp Telemann. Fünf Werke mit Oboe sind uns erhalten, vier mit Blockflöte – und eben dieses Glückskleeblatt wollen wir in unseren Konzerten vorstellen.

Es sind dies die Werke: TWV 42:g9, TWV 42:C2, TWV 42:d7 und TWV 42:F6.

 Eintritt 20 Euro, ermäßigt 12 Euro

Wann: 26. Juli 2026