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Kirche

 

Die einschiffige Kirche liegt im Norden des Klosterbezirks. Sie ist auf Feldsteinfundamenten erbaut und weist an der Nordwand sichtbares Tuffsteinmauerwerk aus dem 12. Jahrhundert auf. Über dem eingezogenen Westturmstumpf, dem Langhaus und dem spätgotischen Chor mit geradem Abschluss erhebt sich ein einheitliches Satteldach mit Dachreiter. Der Kircheninnenraum ist in vier querrechteckige Langhausjoche, ein quadratisches Chorjoch und das Turmjoch mit der Nonnenempore gegliedert. Vor den schlichten Kreuzrippengewölben des Langhauses zeichnet sich das Sterngewölbe über der Empore besonders aus. In der Südwestecke des Langhauses befinden sich Reste gotischer Wandmalereien. Bis zur Reformation hatten die Nonnen ihren Platz auf der Empore, zu der es einen Treppenzugang aus der Nordwestecke des Kreuzganges gibt. Erst um 1711 wurden die Stiftsdamenlogen im Chor aufgestellt.

An der Innenausstattung der Kirche sind besonders ein knapp fünf Meter hohes spätgotisches Sakramentshaus (1450), der Hauptaltar, die gemalten Embleme an der Brüstung der Nonnenempore, die vielen weiteren von den Konventualinnen gestifteten Gemälde sowie ihre Wappenschilde an der Chorwand hervorzuheben.