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Sanierung des Remters
Zweiter Bauabschnitt: Dezember bis April 2010

Nachdem die Außenfassade des Remter 2007 saniert werden konnte, rückte drei Jahre später der Innenraum des Remters, mit seinen vielschichtigen Schäden der Umfassungsfläche, in den Fokus umfangreicher Restaurierungen. Hierbei stellten Salzschäden an den Wandflächen zu den benachbarten Wohnungen und Feuchteschäden der Gewölbezwickel die signifikanten Schäden dar.
Lose und hohle Wandputze sowie die umlaufende und nicht belüftete Sockelbekleidung waren weitere Mängelbereiche.
Die technische Ausstattung zur Temperierung des Raumes war durch die vorhandenen Einzelöfen nur unzureichend steuerbar.
Um den Remter im Hinblick auf die historische Bausubstanz erhalten zu können und auch, um ihn für eine höhere Publikumsfrequenz nutzbar zu machen, waren wesentliche Verbesserungen der materialtechnischen und haustechnischen Ausstattung erforderlich.
Bei der Bestandsaufnahme durch einen Restaurator wurden vereinzelt Reste einer Farbbekleidung aus dem 19. Jahrhundert  gefunden.

 

An der Ostwand unter einem fenster waren noch Reste einer Tepetenbekleidung auf gespanntem Sachleinen erkennbar. 

 

Nach der Entfernung der etwa 165 cm hohen Sockelverkleidung aus Gipskarton wurden die großen, schadhaften Putzflächen und frühere Fenster- und Türöffnungen sichtbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Feuchteschäden an Säulen und Wänden.

 

Sanierungs-Konzept

In Zusammenarbeit mit dem Restaurator und dem Bereich Denkmalpflege wurde ein abgestimmtes Konzept zum Erhalt der historischen Bausubstanz in nachfolgenden Schritten umgesetzt:

  • Abnahme der alten Dispersions-Farbbekleidung im Trockenverfahren
  • Rückbau der korrodierten Nägel und der bitumenhaltigen Flächen an der Südwand
  • Restaurierung und Konservierung der Putze, Rippen und Kapitelle
  • Ergänzung der Fehlstellen mit mehrlagigem Kalkputz
  • Farbgestaltung mit reiner Mineralfarbe in monochrom Weiß
  • Umlaufende Raumtemperierung aus lehmputzbekleidetem Wandflächenheizsystem       
  • Feuchte- und temperaturgesteuerte Regeltechnik     
  • Installationsführung auf Putz; Elektro- und Heizungsleitungen hinter abnehmbarer Sockelblende       
  • Zusätzliche Stahlrahmenfenster als Kastenfenster


Die Sanierung der stark versalzten Putzflächen wurde ebenso wie alte Bauspuren im Mauerwerkgefüge in allen Arbeitsschritten dokumentiert und archiviert.
Den denkmalpflegerisch vorgegebenen Grenzwerten für Innentemperatur und Luftfeuchte wird durch ganzjährig weitestgehend konstante Daten Rechnung getragen. Die vorgesetzten Stahlrahmenfenster tragen zusätzlich zur klimatischen Stabilisierung des Remters bei.
Ergänzt wurden die Baumaßnahmen durch den Ersatz der Leuchtkörper und eine Ausstattung des Raumes mit neuen Tischen und Stühlen.

     

 Installation der neuen Wandheizung.                                                              Remter nach der Sanierung.