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Sanierung des Remters
Erster Bauabschnitt: Dezember 2006 und Mai 2007

Der Remter diente über viele Jahrhunderte zuerst den Nonnen, dann den Stiftsdamen als Speisesaal. Er befindet sich am Südost-Rand der Klosteranlage. Erschlossen wird er über den Kreuzgang.

Der dreijochige Raum wird von zwei Mittelstützen dominiert. Sie tragen das Rippengewölbe. Die Fußbodenfläche ist, ganz typisch für das 19. Jahrhundert, mit Fliesen aus Steinzeug in Teppichmusteroptik ausgelegt. Vor der Sanierung wurde der Remter über Gasöfen beheizt.

Der Remter ist unterkellert. Erste statische Sicherungsmaßnahmen der tragenden Bauteile des Gewölbekellers erfolgten bereits 2005.

Die Sanierung 

Der Schaden der Außenwände des Remters war sehr umfangreich:

Die Putzbekleidung der Mauerwerkswände wiesen Verfärbungen und Fehlstellen auf. Rissbilder ließen statisch-konstruktive Ursachen und Veränderungen der Baumaterialien erkennen. Diese werden zum Beispiel durch Feuchteeintrag, Verwitterung und veränderte Lasteinwirkungen hervorgerufen.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Ausmaß der Beschädigungen war deutlich zu erkennen: Starke Schäden an Pfeilern und Außenwänden.

Nach der Entfernung der äußeren Bekleidungen der Mauerwerkswände stand die substantielle und statische Sicherung tragender Bauteile im Vordergrund. Alle bearbeiteten Wandflächen erhielten im Anschluss einen reversiblen Putz bzw. eine Schlämme, je nach Befund.

Darüber hinaus wurden alle Wasserschläge und die Pfeilerschrägen nach historischem Vorbilde mit Blei abgedeckt.

Die baubegleitenden Kernbohrungen und Erkundungsöffnungen ermöglichten ein endoskopisches Befahren mit der Kamera, um signifikante Konstruktionsschwächen oder Bauwerksspuren festzustellen.

Die gesamte substantielle Erkundung der historischen Bausubstanz erfolgte in Zusammenarbeit mit dem ZMK Hannover (Norddeutsches Zentrum für Materialkunde für Kulturgut e.V.).